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Warum "Verantwortung lernen"?

Der Grundgedanke...

des Modellprojekts ging inhaltlich auf den Amerikanischen Reformpädagogen John Dewey zurück. Dieser forderte immer wieder, dass der Lernstoff eines Kindes nach Möglichkeit auch in praktischem Handeln umgesetzt werden sollte. Erst dies führe dazu, dass Kinder und Jugendlichen ihren Lernstoff auch wirklich erlernen.
Gleichzeitig erfahren die jungen Menschen, dass ihr Lernen auch einen praktischen Nutzen hat, dass das Erlernte sich einsetzen lässt und das persönliche Handeln in der Gesellschaft eine ganz konkrete Wirkung zeigt. In den USA und heißt dieser Ansatz "Service learning".

Die Zielsetzung

Ziel des Modellprojektes ist es gewesen, das Bürgerschaftliche Engagement junger Menschen möglichst früh zu fördern. Der Ansatz von "Verantwortung lernen!“ verknüpft Unterrichtsinhalte und Engagement mit der Intention, Jugendliche zum Einsatz für das Gemeinwohl zu gewinnen. Aber auch das Lernen selbst und die Persönlichkeitsbildung sollten auf diese Weise gestärkt werden.

Angestrebt wurde ferner die kompetenzorientierten Kernlehrpläne inhaltlich um das Fach „Soziales Engagement“ zu ergänzen und das Bürgerschaftliche Engagement in den Methodenkatalog des erfahrungsorientierten und kooperativen Lernens zu implementieren.

Die praktische Umsetzung

Im Modellprojekt engagierten sich Schülerinnen und Schüler im Umfeld ihrer Schule. Sie taten dies nicht allein und aus individuellem Antrieb, sondern gleich als ganze Klasse und mit intensiver inhaltlicher Auseinandersetzung und thematischer Rückkopplung im Unterricht. Praktisch sah das wie folgt aus:

Die Klasse suchte zunächst im Umfeld ihrer Schule nach Defiziten und Missständen, bei denen das eigene ehrenamtliche Engagement der Schüler Abhilfe schaffen könnte.

Die Jungen und Mädchen entschieden sich dann für ein konkretes Projekt z.B. im sozialen, karitativen oder ökologischen Bereich, oder auch in Sport und Kultur.

Sie entwickelten Ideen, wie sie helfen und was sie konkret tun können.

Sie setzten diese Ideen um und engagierten sich freiwilligen mit einem Einsatz von 90 Minuten pro Woche.

Während der Laufzeit ihres Projektes führten Sie ein Lerntagebuch und reflektierten ihre Erfahrungen auch im Unterricht.

Zum Projekt-Abschluss präsentierte die Klasse ihre Ergebnisse und Erfahrungen der Öffentlichkeit – z.B. im Rahmen einer Ausstellung, einer Feier, in den Medien etc.

Jedes Kind bzw. jeder Jugendliche erhielt abschließend vom Projektbüro Verantwortung lernen! ein Zertifikat überreicht, das seine Tätigkeit und die im Projekt erworbenen Kompetenzen individuell darstellt und auch z.B. für künftige Arbeitgeber belegt.

Die positiven Erfahrungen der Schüler aus dem Engagement in den Projekten stärken das Selbstvertrauen und das Gefühl der Selbstwirksamkeit, also den Glauben daran, mit den eigenen Fähigkeiten in der Umwelt etwas bewegen zu können. Dies wirkt auch positiv auf ihre anderen schulischen Leistungen zurück. Sie profitieren also gleich mehrfach. Gewonnen hat aber auch das Umfeld, für das sich die Jugendlichen eingesetzt haben.

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Engagement auf dem Bauernhof